Karin Kadenbach

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Wildwuchs in der Medikamentenzulassung abstellen

„Die Zulassung von Medikamenten und medizinischem Gerät muss europaweit einheitlicher und entlang nachvollziehbarer, wissenschaftlicher Kriterien gebündelt werden“, fordert Karin Kadenbach, gesundheitspolitische Sprecherin der SPÖ im Europaparlament zur heute verabschiedeten Parlamentsposition zur Verordnung über die Kooperation bei der Bewertung von Gesundheitstechnologien („Health Technology Assessment“) und führt aus: „Durch den Wildwuchs verschiedenster nationaler Regelungen für die medizinische Bewertung werden manche Produkte im einen Mitgliedstaat schneller zugelassen als in anderen. Mit dem neuen Kooperationsmechanismus könnten wir den Zugang zu den neuesten und besten Behandlungsmethoden für alle EuropäerInnen beschleunigen und sicherstellen, dass diese auch in der ganzen EU nach den gleichen Kriterien beurteilt werden. Das umfasst Medikamente, aber auch medizinisches Gerät oder Produkte wie Prothesen und künstliche Gelenke."

„Gemeinsames europäisches Vorgehen in den Bereichen klinischer Tests, wissenschaftlicher Konsultation und Bewertung neuer Technologien im Markt macht die Prozesse nicht nur effizienter und schneller, sondern ermöglicht uns auch viel gründlichere Testverfahren bevor ein Produkt auf dem Binnenmarkt zugelassen wird. Gleichzeitig verhindern wir so Doppelgleisigkeiten, wenn Studien bald nicht mehr doppelt und dreifach durchgeführt werden müssen", erklärt Kadenbach. „Die bisherige freiwillige Kooperation war nicht immer zielführend, deshalb freue ich mich, dass sich das EU-Parlament heute für einen flächendeckenden und verpflichtenden Mechanismus ausgesprochen hat. Das ist ein Riesenerfolg für PatientInnen und KonsumentInnen ", so Karin Kadenbach abschließend.

03.10.2018