Karin Kadenbach

  • Facebook icon
  • Flickr icon

Österreichs Wasserversorger weiterhin schützen

Klarer Auftrag für EU-Ratsvorsitz: Österreichs Wasserversorger weiterhin schützen

Über neue Regeln für Trinkwasser hat heute das Europaparlament abgestimmt. „In Österreich erscheint uns trinkbares Wasser aus der Leitung als Selbstverständlichkeit, aber für viele EuropäerInnen ist es das nicht. Das ist auch die klare Forderung, die fast zwei Millionen Menschen in der Initiative ‚Right2Water‘ erhoben haben. Leider fanden diese berechtigten Anliegen nur unzureichende Unterstützung“, zeigt sich Karin Kadenbach, umweltpolitische Sprecherin der SPÖ-EU-Abgeordneten, von der Abstimmung enttäuscht.

„Österreich hat das beste Trinkwasser der Welt. Immerhin ist es gelungen, in einigen Punkten die klein strukturierte öffentliche Wasserversorgung wie in Österreich zu schützen", so Kadenbach. Positiv bewertet die EU-Abgeordnete, dass die Häufigkeit der Kontrollen runtergesetzt werden soll." Allerdings könnte das heutige Abstimmungsergebnis auch höhere Kosten für die KonsumentInnen und die kleinen Wasserversorger bedeuten und somit auch einen Privatisierungsdruck durch die Hintertür. Profitinteressen haben aber im Leitungswasser nichts zu suchen. Wir brauchen Regeln, die unseren Zugang zu sauberem und leistbarem Wasser auch in Zukunft sichern. Nun beginnt der Balanceakt für den österreichischen EU-Ratsvorsitz, in den Trilogverhandlungen den Schutz der Gesundheit, besseren Zugang zu Trinkwasser und die Wirtschaftlichkeit zu vereinen", so Kadenbach.

23.10.2018