Karin Kadenbach

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Neues Emissionshandel-System

EU-Parlament stimmt für Emissionshandels-Reform

"Bei der Reform des Emissionshandels war es von Anfang unser Ziel, dass die Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden und wir so die ambitionierten Klimaziele bis 2050 erreichen. Wir haben heute für ein europäisches Emissionshandel-System gestimmt, das den Klimawandel in Schach hält und gleichzeitig Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie sichert", sagt Karin Kadenbach, umweltpolitische Sprecherin der Europa-SPÖ.

„Die Preise für die Zertifikate, die Unternehmen im Gegenzug zum CO2-Ausstoß erworben haben, waren zu niedrig. Jetzt werden mehr Zertifikate vom Markt genommen. Wer eine Tonne Treibhausgas produziert, muss dafür mehr als für eine Pizza zahlen. Der Umstieg von Unternehmen auf klimaschonende und erneuerbare Technologien muss sich wieder lohnen", so Kadenbach, die ergänzt: „Es war mir ein großes Anliegen, dass die Industrie vor dem Risiko der Verlagerung der Produktion von CO2-Emissionen, der sogenannten „Carbon Leakage“, geschützt wird. Es darf nicht sein, dass Unternehmen aufgrund der Ausgaben für Klimaschutzmaßnahmen ihre Produktion in Länder außerhalb der EU mit weniger strengen Emissionsauflagen verlagern. Das wäre für eine Reduktion des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgas völlig kontraproduktiv."             

„Die Verhandlungen waren zäh und es war keine leichte Aufgabe, für alle Seiten akzeptable Kompromisse zu finden. Auf sozialdemokratischen Druck soll ein Übergangsfonds soziale Härten in betroffenen Branchen abmildern. Es ist uns gelungen, ein Paket zu verabschieden, das deutlich stärker ist als der ursprüngliche Vorschlag der Kommission und die Balance zwischen ehrgeizigem Klimaschutz und gesicherten Arbeitsplätzen schafft", betont die SPÖ-EU-Abgeordnete.

06.02.2018