Karin Kadenbach

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Nachhaltigkeitskriterien bei Biokraftstoff

Nächste Woche wird im EU-Parlament über die Richtlinie zur Förderung von Erneuerbaren Energien abgestimmt. "Wir fordern bei der Reform ehrgeizige Ziele für erneuerbare Energiequellen und hohe Nachhaltigkeitskriterien", betont SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach im Vorfeld der Abstimmung und ergänzt: "Gerade im Verkehrsbereich bleibt viel zu tun. Erneuerbare Energien zu fördern darf nicht heißen, dass Biokraftstoffe mit Lebens- und Futtermitteln konkurrieren. Erst Teller, dann Trog und zuletzt erst Tank muss auch in Zukunft gelten.“ Breite Unterstützung gibt es hier aus der Zivilgesellschaft, die sich mit dem Aufruf "Stoppen Sie die Verbrennung unserer Wälder und unserer Nahrung für Energie!" an die Abgeordneten gewendet haben. „Gemeinsam mit meinen KollegInnen der SPÖ-EU-Delegation stellen wir uns vehement dagegen, ganze Bäume oder Baumstümpfe zu verarbeiten, um Biokraftstoffe herzustellen. Hier gilt es wertvolle Bodenressourcen und die Biodiversität zu erhalten! Für uns steht fest: Biokraftstoff darf nicht auf Kosten von Lebensmitteln erzeugt werden oder zur Abholzung von Bäumen führen."

In der Überarbeitung der Richtlinie sollen erneuerbare Energiequellen verstärkt im Verkehrsbereich genutzt werden. Moderne Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen sowie Elektromobilität sollen mehr gefördert werden, während konventionelle Biokraftstoffe aus Lebensmittel- und Futterpflanzen in Zukunft weniger verwendet werden sollen. Nach der Abstimmung am Mittwoch, 17. Jänner, im EU-Parlament können die Verhandlungen mit Mitgliedstaaten und EU-Kommission beginnen.

12.01.2018