Karin Kadenbach

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Kosmetik muss weltweit ohne Tierversuche auskommen

Der EU kommt eine Vorreiterrolle im Kampf gegen Tierversuche zu: Seit 2013 dürfen europaweit keine kosmetischen Produkte verkauft werden, die an Tieren getestet wurden. Das Europaparlament fordert nun eine diplomatische Initiative für ein weltweites Verbot. „Jeder Europäer und jede Europäerin verwendet durchschnittlich sieben kosmetische Produkte pro Tag. Bei den Inhaltsstoffen müssen hohe Standards eingehalten werden. Es geht sowohl um Gesundheits- als auch Tierschutz“, sagt SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach und ergänzt: „Die Welt kann hier von der EU lernen: Es ist auch ohne Tierversuche möglich, die strengsten Sicherheitskriterien einzuhalten. Mit dem ehrgeizigen Verbot von Tierversuchen in der Kosmetik haben wir vor fünf Jahren einen großen Schritt für sichere Produkte und mehr Tierschutz gesetzt. Gleichzeit wächst die innovative Kosmetikindustrie in Europa immer weiter.“

Gerade im Feld der alternativen Testmethoden wurden große Fortschritte erzielt. Test ohne Tierversuche gelten sogar als akkurater. „Es macht einfach keinen Sinn, Tieren weiterhin diese Schmerzen zuzufügen“, betont Kadenbach und ergänzt: „Ein europaweites Verbot reicht aber nicht mehr aus, denn viele Firmen testen ihre Kosmetika immer noch an Tieren. Wir sind sowohl dem Tierwohl als auch den KonsumentInnen verpflichtet, dass sich hier etwas ändert. Deshalb müssen wir die Initiative für ein weltweites Verbot von Tierversuchen vorantreiben. Bis 2023 muss die Kosmetik-Industrie anfangen, ohne Tierversuche auszukommen.“

Trotz wissenschaftlicher und technologischer Fortschritte erlauben immer noch 80 Prozent der Länder der Vereinten Nationen, dass Kosmetika und Toilettenartikel an Tieren getestet werden. Deshalb fordert das Europäische Parlament ein weltweites Verbot von Tierversuchen für Kosmetika.

03.05.2018