Karin Kadenbach

  • Facebook icon
  • Flickr icon

Konservative gegen zeitgemäße EU-Agrarpolitik

"Ein wenig ambitionierter Vorschlag von EU-Kommissar Hogan, der von den konservativen und liberalen Abgeordneten im Agrarausschuss heute sogar noch verschlechtert wurde", kritisiert SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach heute, Dienstag, nach der Abstimmung über den Bericht des Landwirtschaftsausschusses zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Für den bisher größten Bericht in der Geschichte des EU-Parlaments wurden mehr als 5000 Änderungsanträge eingereicht.

"Es geht um die Frage, welche Landwirtschaft wir in Europa fördern wollen. Wir SozialdemokratInnen haben uns dafür eingesetzt, dass wir den Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft stärken. Im Mittelpunkt einer zeitgemäßen Agrarpolitik müssen ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt stehen, mit der der ländliche Raum gestärkt und gute Bedingungen für die Bäuerinnen und Bauern gesichert werden. Dafür müssen die milliardenschweren Förderungen vernünftig verteilt werden", sagt Kadenbach.

Eine Neuausrichtung bei der derzeitigen Reform hätte die Subventionen gedeckelt und an eine verantwortungsvolle Landwirtschaft gebunden. Im Gegensatz dazu hat aber eine konservativ-liberale Mehrheit die umstrittene Hektarprämie verteidigt. "Statt nachhaltiger Agrarpolitik machen die Konservativen und Liberalen weiterhin der Agrarindustrie die Mauer. Das ist genau das Gegenteil, was Europas Landwirtschaft angesichts der Klimakatastrophe braucht und was sich die Menschen erwarten!", so die SPÖ-EU-Politikerin.

02.04.2019