Karin Kadenbach

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Kein Wegschauen bei der Haltung von Masthühner

Das Europaparlament hat sich heute klar für den Tierschutz und die Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Geflügelindustrie ausgesprochen. „In der EU werden jedes Jahr sieben Milliarden Hühner geschlachtet. Masthühner werden viel zu oft auf zu engem Raum gehalten und es bleibt nur Platz in der Größe eines A4-Blatts. Durch diese Haltung werden die Tiere öfters krank, was den Einsatz von Antibiotika erhöht und dazu beiträgt, dass schneller Antibiotika-Resistenzen entstehen“, erklärt die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach. ****

„Natürliches Licht, saubere Luft, mehr Platz und weniger Ammoniak würden enorme Verbesserungen für die Tiere bringen. Nur so können wir sicherstellen, dass das Hühnerfleisch mit hohen Standards weiter verarbeitet werden kann“, so Kadenbach, Chefverhandlerin der SozialdemokratInnen für die Stellungnahmen zur artgerechten Haltung von Masthühnern.

Das EU-Parlament greift damit auch jüngste Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage auf, die zeigt, dass sich mehr als 50 Prozent der BürgerInnen beim Kauf von Fleisch und tierischen Produkten mehr Informationen wünschen. Außerdem wären sie bereit, für höheren Tierschutz auch mehr zu zahlen. „Wir fordern deshalb auch eine verpflichtende Kennzeichnung für importiertes und in der EU verarbeitetes Fleisch sowie eine Einteilung von Masthähnchen, wie wir sie schon von den Eiern kennen.VerbraucherInnen müssen die Möglichkeit haben sich so umfassend und verständlich wie möglich zu informieren, was sie wo kaufen. Ich bin froh, dass es ein immer stärker werdendes Interesse am Tierschutz gibt, deshalb dürfen wir bei der Haltung von Masthühner auch nicht länger wegschauen“, schließt Kadenbach.

25.10.2018