Karin Kadenbach

  • Facebook icon
  • Flickr icon

Ja zum Verbot von Glyphosat

 „Die Gesundheitsbedenken gegen Glyphosat sind massiv. Über 1,3 Millionen Menschen haben binnen kürzester Zeit das europäische Volksbegehren gegen Glyphosat unterschrieben. Es ist unsere Aufgabe, diese Sorgen ernst zu nehmen. Selbst beim kleinsten Krebsverdacht muss die Politik Konsequenzen ziehen. Das hat nichts mit Wahlkampf zu tun, sondern mit Verantwortung. Die Menschen wollen sich sicher sein, dass ihre Lebensmittel und das Trinkwasser nicht krebserregend sind. Dafür braucht es ein europaweites Verbot von Glyphosat“, sagt SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach in der Aktuellen Europastunde im Nationalrat.

„Wenn wir heute über Glyphosat reden, geht es doch darum, politische Verantwortung für die Gesundheit der Menschen zu übernehmen. Dazu gehören sichere Lebensmittel. Wir wissen, dass die Agrochemielobby viel Geld in die Beeinflussung wissenschaftlicher Studien zu Gesundheitsgefahren von Pflanzenschutzmitteln gesteckt hat. Wir dürfen nicht zulassen, dass aus Profitinteressen ein Mittel zugelassen wird, das womöglich nicht nur Pflanzen, sondern auch Menschen tötet", so Kadenbach.

„Im EU-Parlament laden wir in einer gemeinsamen Sitzung des Gesundheits- und Agrarausschusses alle wichtigen AkteurInnen zum Thema Glyphosat ein und wollen Antworten auf unsere Fragen. Es ist wenig verwunderlich, dass Monsanto bereits abgesagt hat. Was wir brauchen, sind mutige Entscheidungen für einen starken Gesundheitsschutz und kein Kuschen vor der Agrarindustrie. Ich erwarte mir von Landwirtschaftminister Rupprechter hier voranzugehen. Denn ohne EU-weites Verbot kommen wir nicht weiter. Wenn es Herrn Rupprechter und Herrn Kurz um die österreichischen Bäuerinnen und Bauern geht, müssen wir Alternativen zum Pestizideinsatz liefern. Davon würde langfristig nicht nur die Landwirtschaft profitieren, sondern auch die KonsumentInnen“, sagt Kadenbach.

20.09.2017