Karin Kadenbach

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Impfmüdigkeit entgegentreten

Mit EU-Aktionsplan der Impfmüdigkeit entschlossen entgegentreten

Heute Donnerstag - in der EU-Impfwoche – präsentiert die EU-Kommission einen Aktionsplan, um der in Europa immer größer werdenden Impfmüdigkeit den Kampf anzusagen. Neben einer gezielten Informationskampagne werden europaweite Impfpläne, die Vergleichbarkeit von Impfnachweisen und Routinekontrollen vorgeschlagen.

Karin Kadenbach, gesundheitspolitische Sprecherin der SPÖ-EU-Abgeordneten, kommentiert: „Schutzimpfungen sind eine der größten Errungenschaften der Medizingeschichte. Der Erfolg wird uns aber zusehends zum Verhängnis. Durch hohe Impfraten sind schreckliche Krankheiten wie die Pocken aus unserem Alltag verschwunden. Immer mehr Menschen ziehen deshalb die medizinische Notwendigkeit von Impfungen in Zweifel. Impfmüdigkeit hat sich zu einem echten Problem in Europa entwickelt. Das sieht man besonders am wieder vermehrten Auftreten von Infektionskrankheiten wie den Masern. Knapp unter hundert Erkrankungen im letzten Jahr alleine in Österreich und dutzende Todesfälle in ganz Europa - Alle hätten durch die Schutzimpfung verhindert werden können.“

„Wir stehen zum EU-Aktionsplan gegen die Impfmüdigkeit in Europa. Eines unserer Hauptziele ist es, der irreführenden und wissenschaftlich nicht haltbaren Stimmungsmache der ImpfgegnerInnen, Fakten und umfassende Information gegenüberzustellen. Hier werden PatientInnen zum Schaden aller in die Irre geführt, das erfordert unser Eingreifen“, erklärt Kadenbach und führt weiter aus: „Ich schließe mich auch der Forderung der österreichischen Volksanwaltschaft an. Wir brauchen in manchen Bereichen eine Impfpflicht, gerade auch für Personal im Gesundheits- und Sozialbereich.“

Abschließend stellt Karin Kadenbach noch einmal unmissverständlich klar: "Die Schutzimpfung ist unbestritten eine der kosteneffektivsten Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens mit gleichzeitig größtem Nutzen für die Gesundheit der Europäerinnen und Europäer. Der EU-Aktionsplan hat unsere volle Unterstützung."

26.04.2018