Karin Kadenbach

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Europa setzt auf Wiederverwertung und Recycling

Das EU-Parlament stimmt heute über eine Einigung mit den Mitgliedstaaten zum neuen EU-Abfallrecht ab. Karin Kadenbach, umweltpolitische Sprecherin der Europa-SPÖ, kommentiert: „Plastikabfälle in den Ozeanen, Verschwendung genießbarer Lebensmittel, übergehende Mülldeponien: Die Bilder sind bekannt und zeigen deutlich, wie notwendig das Paket zur Abfallbewirtschaftung ist. Noch nie wurde so viel Abfall produziert wie heute. Damit werden Rohstoffe, die ohnehin immer knapper und teurer werden, verschwendet. Die Auswirkungen auf Klima und Umwelt sind katastrophal.“

Die sozialdemokratische Fraktion hat am Verhandlungstisch für strenge Grenzwerte und Zielvorgaben gekämpft, erläutert Kadenbach: „Am Ende ist die Reform ein Erfolg. Nahrungsmittelabfälle und Abfallentsorgung ins Meer müssen halbiert werden. Die für das Ökosystem besonders schädliche Deponielagerung wird immer weiter zurückgedrängt und ein Großteil des Haushalts- und Verpackungsmülls muss in Zukunft für Wiederverwendung oder Recycling aufbereitet werden. Bei entsprechender Umsetzung hilft das Abfallpaket unseren Bemühungen im Umwelt- und Klimaschutz und hat das Potential, sich zum echten Wirtschaftsmotor zu entwickeln.“ 

„Wir gehen heute einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer als Kreislauf gedachten Wertschöpfungskette. Die Kreislaufwirtschaft ist eine politische Priorität der EU und soll in alle Politikbereiche hineinwirken. Es geht darum, Müll zu vermeiden, entstehenden Müll wiederzuverwerten und erst den letzten Teil - so verträglich wie möglich - wirklich zu entsorgen“, erklärt Karin Kadenbach abschließend.

18.04.2018